Bezugnehmend auf den Artikel :

„WHO-Behörde stuft rotes Fleisch und Wurst als krebserregend ein“

Deutsches Ärzteblatt, vom Montag, 26. Oktober 2015

Wir haben diesen Artikel als Bezugspunkt ausgesucht, weil wir unterstellen, dass dort sorgfältig recherchiert wird.

Böses rotes Fleisch und Wurst – Lüge oder wahr ?

Im heutigen Meldungen-Dschungel verschwimmt Lüge und Tatsache sehr gern mal miteinander. Daher darf man legitimerweise einmal nachhaken. Sicherlich scheint diese Meldung aus glaubhafter Quelle zu stammen. Die WHO (die Weltgesundheitsorganisation WHO), eine offizielle Organisation, gab Ende Oktober 2015 die Schockmeldung in die Medien, dass von rotem Fleisch und Wurstwaren eine konkrete und festgestellte Krebsgefahr ausgeht. Die WHO beruft sich offenbar auf eine Untersuchung der IARC Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC); die eine Tochtereinrichtung der WHO ist.
Nun hat es in der Vergangenheit viele Meldungen über diese und jene schädigenden Nahrungsmittel gegeben, die im Nachhinein oft genug wieder relativiert wurden. Was ist nun mit dem „Krebsmacher“ rotes Fleisch und Wurst los? Okay, dann sehen wir uns mal auf der Website der WHO diesbezüglich um. Für eine solch eklatante Feststellung muss man schon verdammt lange auf der Site nach den entsprechenden „Fakten“ suchen, bis man endlich ein PDF auf einer der endlosen Unterseiten findet, das Aufschluss geben könnte. Für solch einen Skandal, solch versteckte Infos?
Nicht ganz 2 Wochen nach Aufkommen der Horrormeldung ist auch die Presse wieder (sehr) leise geworden.
Was hat das zu sagen?

Wie schon an anderer Stelle gesagt, sind wir der Überzeugung in der Ernährung sollte gelten: alles mit Maßen, nichts in die eine oder andere Richtung übertreiben und Vermeidung von Stoffen im Essen die nicht Nahrung sind (Chemie u.a.). Also ein sehr bewusster Umgang mit Lebensmitteln sollte Standard sein.
…manipulativ und irreführend

Die Meldung der WHO zur Bedenklichkeit von Fleisch und Wurst generell sehen wir als nicht korrekt, manipulativ und irreführend an. Warum? Weil es schlicht falsch ist und objektiver wissenschaftlicher Methodik entbehrt, Fleisch generell und Wurst generell als „Ein Ding“ zusammenzufassen und mit „IST BÖSE“ abzustempeln.
Auch geht die WHO in ihrer an die Medien verteilten Warnung offenbar nicht genügend auf die Zusatzstoffe in der Wurst, sowie deren Verarbeitungsweisen ein. Die durchaus einen erheblichen Effekt auf das Ergebnis haben dürften. Auch in Presse, Radio und TV wurde darüber bisher nicht hinreichend detailliert berichtet.
(Hier sei nebenbei auf die Schadstoffhöchstmengen-„Verordnungen“ hingewiesen …die ist einen tiefen Blick wert! Und demnächst folgt sicherlich dazu auch noch ein Chaosgedanke.)

Ein an-erlernter Fehl- und Trugschluss über Fleisch in der Nahrung

Die Fleischesser unter uns kennen das: Fleisch und auch Wurst müssen schön rosig aussehen, damit wir es als appetitlich und frisch wahrnehmen. Und da beginnt unser Irrtum.

Kaufen wir doch einmal ein beliebiges Stück Fleisch der allerbesten Güte und aus perfekter Haltung. Was passiert denn, wenn wir es braten, kochen oder zu Wurst verarbeiten ? Es wird GRAU! Ein solch perfektes Fleisch wird nur rosig sein, wenn es noch halb oder ganz roh ist!
Diese rosa Farbe können wir ansonsten nur bekommen, wenn wir tricksen und Zusatzstoffe zum Fleisch geben. Unsere Industrie hat dazu die ausgefeiltesten Rezepturen entwickelt und allzeit parat.

…ein kleiner Blick auf unsere Zusatzstoffe in der Wurst

Wir wollten es mal genauer wissen und haben uns die Zusatzstoffe unserer Brotbeläge angesehen; und sind mal wieder dagestanden wie die „begossenen Pudel“. Von wegen: Bewusste Ernährung !! Hier werden wir persönlich dringend nachjustieren müssen.

Unsere beinahe täglichen Zusatzstoffe (Stichproben):
(Salami, Leberwurst, Lyoner, Putenwurst)

Gefunden wurde neben relativ „unverdächtigem“ Salz(jodiert und unjodiert) und Zucker in diversen Unterformen (Dextrose, Zucker, Maltodextrin, Glukosesirup, Traubenzucker und Honig), außerdem auch noch:

  • Gewürze, Gewürzextrakte (nicht näher aufgeschlüsselt)
  • Rauch
  • Mono- und Diglyceride (Emulgatoren)
  • Diphosphate
  • Natriumnitrit
  • Nitritpökelsalz
  • Ascorbinsäure
  • Natriumascorbat
  • Reifekultur in Salami (nicht näher erläutert)

Also ganz ehrlich, das möchten wir alles eigentlich nicht essen, zumal sich die Mengen deutlich zu einer stattlichen Gesamtmenge ansammeln. Schließlich sind auch in anderen „bequemen“ und vorgefertigten Nahrungsmitteln nicht minder viele Zusatzstoffe enthalten.
Wo wir schon einmal dabei waren, wurde schnell noch ein Blick geworfen auf:

  • Zwiebelschmalz
    Diese fast reine Fettart ist eigentlich an sich lange haltbar. Trotzdem fanden wir:
    Palmöl !, Apfel(in Zwiebelschmalz!), Mehl und Rosmarinextrakt als Konservierer
  • Lachsersatz im Glas**igitt**
    hier hat man gleich auf Klartextbezeichnungen verzichtet, aber einen Warnhinweis dazu gedruckt: „…kann Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen“ (sicherlich ist auch bei Erwachsenen eine Wirkung vorhanden. Kinder und Erwachsene sind schließlich keine zwei Spezien)
    E211, E334, E296, E110, E214, Rauch und Rapsöl
  • Brie
    tierisches Lab und Titandioxid(für die Farbe)
  • Käse am Stück auch aus der Käse Frischetheke
    fast immer mit Natamycin konserviert

Wie all diese Zusatzstoffe summiert, einzeln oder kombiniert auf uns wirken ist bisher nicht hinreichend erforscht. Es sollte aber nicht verwundern, wenn uns da noch eine große üble Überraschung bevor steht.
Das Lotterchaos bietet eine kleine Übersicht zu den Zusatzstoffen: >>HIER<<

Ein Blick auf das Futter unserer Katzen kann uns nur verblüfft rätselnd zurück lassen! Im Futter der Stubentiger ist von all dem NICHTS enthalten! Wir füttern sie aber auch nicht mit der allerbilligsten Massenware…
Fazit :

Wir sehen die bösen Übel Verursacher nicht im Fleisch an sich, vielmehr in den Beimengungen die wir mehr oder weniger freiwillig zugefüttert bekommen und auch in einer unkorrekten Zubereitung.
Fleisch stammt von Lebewesen! Wir sollten uns das immer vor Augen halten und den Verbrauch aus moralisch ethischen Gründen ohnehin -wenn schon nicht einstellen- zumindest reduzieren. (Das ist nicht leicht, aber machbar. Nicht nur ab und zu bei Veganern und Vegetariern Rezepte abgucken ist eine tolle Sache)
Asche auf unser Haupt! Bisher essen wir leider immer noch Fleisch etc. aber hoffnungsvollerweise zunehmend weniger. Uns helfen dabei Pilze(z.B. paniert als Schnitzelersatz) und Sojaprodukte.

Randnotizen :
  • Am 4.November 2015 lief ein Bericht über Emulgatoren in der Nahrung in „Alles Wissen“ vom HR-Fernsehen, den man sich durchaus einmal mit Auge auf dieses Thema „Böses Fleisch-Böse Wurst“ ansehen sollte.
  • Etwa Mitte November 2015 gab es von der WHO eine wenig beachtete und eher kleinlaute Stellungnahme dahingehend, dass das Gesagte wohl doch nicht so dramatisch gemeint sei, wie es geklungen haben mag… .

RitaE / Pixabay

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